icon top 03In-situ-Messungen · Probenahme · Feldarbeiten

IAF führt neben In-situ-Messungen auch problemangepasste Probenahmen durch

 

Eine In-situ-Messung (d.h., Messung radiologischer Parameter vor Ort) ermöglicht unmittelbar eine Problemeingrenzung und der effektiven Entwicklung weiterer Maßnahmen. Beispielsweise helfen In-situ-Messungen bei der Entwicklung einer gezielten Probenahme an Hotspots. Die einmalige Verbindung von IAF zwischen Probenahme/Vor-Ort-Präsenz bei unseren Kunden, Radionuklidlabor und Interpretation der Ergebnisse einschließlich einer umfassenden Beratung eröffnet einmalige Möglichkeiten der zielgenauen Eingrenzung von Problemen und bedarfsorientierten Festlegung von Proben- und Analysenumfängen. Die Freimessung in Vor-Ort-Kampagnen wird qualitätssichernd unterstützt durch Laboranalysen von repräsentativ entnommenen Proben.

 

IAF erbringt vor Ort beim Kunden unter anderem die folgenden Leistungen:

  • Probenahmekampagnen, z.B. für Trinkwasser.
  • Radiologische Charakterisierung von kontaminierten Grundstücken und Gebäuden, z.B. durch In-situ-Messung der Radonkonzentration, Ortsdosisleistung, In-Situ-Gammaspektrometrie und Probenahmen.
  • Bauvorbereitende und baubegleitende Messung der Ortsdosisleistung und Oberflächenkontamination nach akkreditierten Verfahren, z.B. während Sanierungsvorhaben auf radioaktiv belasteten Standorten.
  • Freigabemessungen ("Freimessen") z.B. mit In-situ-Gammaspektrometrie und radiologische Abfallcharakterisierung in kerntechnischen Anlagen.
  • In-situ-Gammaspektrometrie von radioaktiven Altlasten mit kampagnenbegleitende Probenahmen und Laboranalysen zur Qualitätssicherung.
  • Vor-Ort-Betrieb von Monitoren für Tritium (H-3), Krypton (Kr-85), und LSC-Messplätzen.
  • Umgebungsüberwachung kerntechnischer Anlagen, z.B. als unabhängige Messstelle oder für den Betreiber.
  • Staubsammlung, Aerosolmessung, Messung des Staubniederschlags, Entnahme von Vegetations- und Futtermittelproben.
  • Messung von Radon und Radonfolgeprodukten an Arbeitsplätzen sowie in Innen-/Aufenthaltsräumen (sowie Thoron bei Erfordernis),
  • Probenahme und Bestimmung der Aktivitätskonzentrationen in Ableitungen, Produktionswässern und sonstigen Stoffströmen,
  • Probenahme und Bestimmung der spezifische Aktivität von Rohmaterialien, Zwischen- und Endprodukten sowie Rückständen und Abfällen.
  • In-situ-Messungen des Radonpotentials von Böden (Aktivitätskonzentration von Radon in der Bodenluft und Luftdurchlässigkeit des Bodens) im Rahmen von Bauvorhaben und als Bestandteil von Baugrunduntersuchungen.

In-situ Gammaspektrometrie Stativ

 

Der wesentliche Kundenvorteil der Vor-Ort-Präsenz qualifizierter Mitarbeiter von IAF liegt in der zielführenden und qualitätsgerechten Probenahme und Dokumentation und in der Vermeidung von Missverständnissen zwischen Probenahme und Labor.

Für alle Feldarbeiten sind unsere Mitarbeiter sicherheitstechnisch optimal ausgerüstet und geschult. Dies betrifft sowohl Strahlenschutz als auch konventionelle Gefährdungen. Feldarbeiten werden durch Führungskräfte mit SCC-Zertifikat sowie Schulung nach DGUV Regel 101-004 (BGR-128) und TRGS 519 Anlage 4C (Asbest) geplant und überwacht.

IAF organisiert und führt Monitoringprogramme zur Arbeitsplatz- und Umgebungsüberwachung aus. Dabei kümmern wir uns in Abstimmung mit dem Kunden um die Planung, messtechnische Ausrüstung, Probenahme und Analysen, Auswertung und Beratung hinsichtlich ggf. erforderlicher Maßnahmen zur Dosisreduzierung.

 

Einsatzfelder, in denen wir langjährige Erfahrungen besitzen, sind z.B.:

  • Radiologische Erkundung nuklearmedizinischer Einrichtungen, Forschungseinrichtungen und Labors, in denen mit radioaktiven Stoffen umgegangen wurde.
  • Kernkraftwerke bzw. Rückbau kerntechnischer Anlagen.
  • Zwischenlager radioaktiver Abfälle und sonstige Einrichtungen (z.B. Asse).
  • Bergbauliche Gewinnung und Erzaufbereitung, insbesondere Standorte des ehemaligen Uranerzbergbaus und der Uranerzaufbereitung.

 

IAF verfügt über eine Genehmigung nach §25 der StrlSchV (früher „§15-Genehmigung“) für Tätigkeiten in fremden Anlagen und entsprechend ausgebildete Strahlenschutztechniker (Atemschutz-Vorsorgeuntersuchung, Strahlenpass, AtZÜV).

Eine neue Entwicklung bei IAF stellen drohnengestützte Erkundungsverfahren dar, insbesondere die drohnengestützte In-situ-Gammaspektrometrie. IAF ist an gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und Third Element Aviation an der Entwicklung eines 25-kg-Drohnensystems mit Gammaspektrometer beteiligt (Projekt DUB-GEM, Förderung durch das BMBF im Rahmen des CLIENT-II-Programms). Es dient der Charakterisierung radioaktiv kontaminierter Standorte, dem sanierungsbegleitendem Monitoring und dem Langzeit-Monitoring zur Überwachung des Sanierungserfolges. Das entwickelte System ist vorrangig für schwer zugängliche erosionsgefährdete Uranbergbaustandorte in Zentralasien (Kyrgyzstan, Uzbekistan, Kazakhstan, Tajikistan) bestimmt und wurde bereits erfolgreich bei Befliegungen eingesetzt.

 

Drohne mit Gammaspektrometer
Drohne mit Gammaspektrometer