icon top 07Das Radionuklidlabor von IAF

Das Radionuklidlabor von IAF bestimmt Nuklide in fast allen Materialien und Matrices

 

Das nach DIN ISO/EN 17025:2018 akkreditierte Radionuklidlabor der IAF-Radioökologie bestimmt ein breites Spektrum von Radionukliden in nahezu allen Matrices. Dies umfasst sowohl künstliche Radionuklide als auch natürliche Radionuklide. Von besonderer Bedeutung sind Sondernuklide, die häufig nur mit hochentwickelten radiochemischen Aufschlussmethoden separiert werden können, um ihre Aktivität anschließend in den entsprechenden Messgeräten zu bestimmen. IAF verfügt überdies über einen flexiblen Bereich im Rahmen der Akkreditierung.

Promovierte Radiochemikerinnen und Radiochemiker mit langjähriger Erfahrung und geschulte Laborantinnen und Laboranten bearbeiten täglich eine große Anzahl von Proben mittels verschiedenster Verfahren wie Königswasser-, Flusssäure-, Schmelz- und Mikrowellenaufschluss, Zentrifugierung u.a. Hinzu kommt die Verbrennung von Gasproben im Oxidiser bzw. Röhrenofen sowie Absorptions-/ Desorptionssysteme für die Gasanalytik (z.B. Sorption von 14CO2 zur Bestimmung des biogenen Kohlenstoffs in Klärgas, Sekundärbrennstoffen und anderen organischen Stoffen). Zur Bestimmung von Tritium mittels LSC werden Proben mittels Destillation und elektrolytischer Anreicherung vorbereitet.

 

 

IAF verfügt über einen umfassend ausgelegten Gerätepark, um auch hohe Probenzahlen verlässlich mit der zugesagten Umlaufzeit zu bearbeiten. Dazu zählen neben der Ausrüstung zur Probenvorbereitung unter anderem die folgenden Messgeräte:

  • 16 HPGe n-Type Ultra-Low-Level-Gammaspektrometer mit einem Energiebereich ab 10 keV, incl. In-situ-Gammaspektrometer.
  • 10 Alpha-Beta Low-Level-Messplätze.
  • 42 Alphaspektrometer.
  • Gitterionisationskammern.
  • 4 Ultra-Low-Level (LSC-) Flüssigszintillations-Spektrometer (Quantulus, Tricarb).
  • Kr-85 und H-3-Monitore.

 

Alphaspektrometrie als Messverfahren im Radionuklidlabor
Alphaspektrometrie als Messverfahren im Radionuklidlabor

 

Im Einzelfall, insbesondere zur Qualitätskontrolle, bestimmen wir Radionuklide mit mehreren Verfahren (also z.B. LSC und Low-Level-Counting).

Der mechanischen Probenvorbereitung (Brecher, Kugelmühlen), Homogenisierung und Aliquotierung von Feststoffproben kommt eine besondere Bedeutung zu, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Hierbei ist viel Erfahrung erforderlich, um dem jeweiligen Probenmaterial, seiner Herkunft und dem Ziel der Untersuchung gerecht zu werden.

Zur Bestimmung der Mobilisierung von Radionukliden führen wir standardisierte und problemangepasste Laugungsversuche (Elutionsversuche) durch, z.B. in Überkopfschüttlern, Elutionssäulen und anderen Verfahren, die wir auch anforderungs- und kundenspezifisch anpassen können. Auch hier spielt Erfahrung die entscheidende Rolle: das chemische Verhalten der verschiedenen Nuklide wie die Sorption an Gefäßwänden muss in jedem Einzelfall beachtet werden, um sinnvolle und verlässliche Ergebnisse zu erhalten.

Unser Radionuklidlabor verfügt über eine Genehmigung zum Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen von bis zum 1E2-fachen der Freigrenze entsprechend Strahlenschutzverordnung. Durch Nutzung von Laborräumen eines universitären Partners können wir bei Bedarf die Aktivität der von uns bearbeiteten Proben auf das 1E7-fache der Freigrenze erweitern.

Durch die flexible Akkreditierung kann IAF neue radiochemische Verfahren entwickeln, validieren und einsetzen, um schnell auf Anforderungen unserer Kunden zu reagieren.

 

Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir umfangreiche interne und externe Maßnahmen durch, beispielsweise:

  • Plausibilitätsprüfungen und Trendbeobachtung von Probenserien.
  • Stichprobenartige Vergleichsmessungen mittels verschiedener Aufschluss- und Messverfahren.
  • Regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen auf nationaler und internationaler Ebene (z.B. Bundesamt für Strahlenschutz, IAEA, NPL).

Mit unserer Erfahrung helfen wir im Einzelfall auch Kunden, eigene Verfahren zu entwickeln oder zu optimieren. So lernen wir voneinander und entwickeln uns gegenseitig weiter.

 

IAF hat sich auf die Bestimmung radioaktiver Nuklide spezialisiert

In der Natur gibt es nicht nur radioaktive Nuklide, sondern auch stabile Isotope, wie z.B. H-2 (Deuterium) oder O-18 diese werden beispielsweise neben dem radioaktiven Wasserstoffisotop Tritium als zusätzliche Parameter bei Grundwasseruntersuchung herangezogen. IAF hat sich auf die Bestimmung von radioaktiven Nukliden spezialisiert, für nicht-radioaktive (stabile) Nuklide verweisen wir unsere Kunden auf erfahrene und auf diese Isotope spezialisierte Partnerlabore. IAF übernimmt jedoch gern das Probenhandling und bietet damit eine Komplettleistung an.

 

Gammaspektrometrie bei Radionukliden
Gammaspektrometrie bei Radionukliden