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IAF bestimmt ein breites Spektrum von Nukliden einschließlich Sondernukliden

 

Als nach DIN ISO EN 17025:2018 akkreditiertes Labor bestimmen wir Radionuklide in nahezu allen Probenmatrices, wie zum Beispiel:

  • Biogenen Kohlenstoff (C-14-Methode) in Sekundärbrennstoffen, Biokunststoffen, Biokraftstoffen u.a. nach DIN EN 15440 (Feste Sekundärbrennstoffe), DIN EN 16640, EN 16785-1 (Biobasierte Produkte), DIN EN ISO 13833 (CO2-Emissionen aus Biomasse).
  • Bestimmung des Aktivitätsindex von Bauprodukten (Anhang VIII der EU-Grundnormen-Richtlinie 2013/59/Euratom bzw. Anlage 17 StrlSchV, nach DIN CEN/TS 17216 bzw. DIN SPEC 18208, oder weiteren nationalen und internationalen Standards) sowie in Roh- und Zuschlagstoffen. Download der Broschüre
  • Natürliche Radionuklide in Rückständen (NORM).
  • Radioaktivität in Trinkwasser, Mineralwasser (einschließlich zur Deklaration „Für Säuglingsnahrung geeignet”), Lebensmitteln, Getränken, Arzneimitteln und Kosmetika.
  • Tritium-Bestimmung (H-3) mittels LSC nach DIN EN ISO 9698 ggf. nach elektrolytischer Aufkonzentrierung für hydrogeologische Fragestellungen (Nachweisgrenze bis zu 0,2 TU).
  • Radon-Bestimmung mittels Gammaspektrometrie nach DIN ISO 13164-2.
  • Bestimmung von Gesamt-Alpha/-Beta mittels Low-Level-Counter nach DIN EN ISO 10704 bzw. mittels LSC nach DIN EN ISO 11704.
  • Radionuklid-Analytik von Ausscheidungen und Bioproben.
  • Analytik im Rahmen der Umweltüberwachung und des Rückbaus kerntechnischer Anlagen und in NORM-Industrien.
  • Landwirtschaftliche, pflanzliche und tierische Produkte.
  • Mineralische, tierische und pflanzliche Öle, ölhaltige Flüssigkeiten.
  • Produktionswässer (Erdöl-/Erdgasförderung, Geothermie) und hochsaline Wässer.
  • Forensische Analytik für die Ermittlung von Schadensherden, Herkunftsbestimmung von Produkten.

 

Bestimmung von Sondernukliden
Bestimmung von Sondernukliden

 

Hier haben wir die am häufigsten von uns zu bestimmenden Nuklide zusammengestellt:

Uran (U-238, U-234, U-235, ...)Cobalt (Co-60)
Thorium (Th-232, Th-230, Th-228, ...)Niob (Nb-93m, 94)
Radium (Ra-226, Ra-228, Ra-224, ...)Ruthenium (Ru-103, Ru-106)
Radon (Rn-222, Rn-220, ...)Cer (Ce-141, Ce-144)
Blei (Pb-210), Polonium (Po-210)Cäsium (Cs-137, Cs-134, ...)
Actinium, Protactinium (z. B. Ac-227, Pa-231)Technetium (Tc-99, Tc-99m)
Kalium (K-40)Jod (I-131, I-129, ...)
Tritium (H-3), Kohlenstoff (C-14)Strontium (Sr-89, Sr-90)
Phosphor (P-32)Antimon (Sb-125, Sb-126, ...)
Schwefel (S-35)Americium (z.B. Am-241)
Chlor (Cl-36)Plutonium (Pu-238, Pu-239, Pu-240, Pu-241)
Calcium (Ca-41)Europium (Eu-152, Eu-154, Eu-155)
Eisen (Fe-55)Neptunium (Np-237)
Nickel (Ni-59, Ni-63)Curium (Cm-242, Cm-243, Cm-244)

 

Unsere flexible Akkreditierung erlaubt es uns, kurzfristig für weitere Nuklide Bestimmungsmethoden zu entwickeln und anzuwenden. Für Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Bestimmungs-/Nachweisgrenzen, Messgenauigkeiten sowie die erforderlichen Probenmengen und Probenahmeverfahren hängen von vielen Faktoren ab. Sprechen Sie uns mit Ihren speziellen Anforderungen bitte an, wir beraten Sie gerne.

Die richtige Probenvorbereitung und radiochemische Separation sind entscheidend für das Gelingen der Analyse. Das zu untersuchende Radionuklid muss sowohl von störender Matrix befreit als auch von bei der Messung interferierenden Radionukliden abgetrennt und in ein messfähiges Präparat überführt werden. Chemische Trennausbeuten werden dabei in der Regel durch Verwendung eines internen Standards ermittelt (Einsatz eines Radiotracers des gleichen oder eines chemisch ähnlichen Isotops).

Unser Labor zeichnet sich durch eine individuelle Probenlogistik, sehr kurze Probendurchlaufzeiten und eine umfassende Kundenbetreuung aus, die über die bloße Analytik weit hinausgeht und eine wissenschaftliche und praxisbezogene Interpretation der erhaltenen Ergebnisse umfasst. Wir nehmen Proben in Abstimmung mit unseren Auftraggebern zu (fast) jeder Tages- und Nachtzeit an und organisieren die Bearbeitung so, dass die Umlaufzeit prioritärer Proben minimiert wird.

Die Symbiose von Beratungskompetenz und radiochemischen Laborleistungen sowie unsere umfangreichen Kapazitäten für Feldarbeiten zur Probenahme, Freimessung, In-situ-Gammaspektrometrie und Vor-Ort-Begleitung radiologisch relevanter Arbeiten durch qualifizierte Mitarbeiter ermöglicht uns die schnelle Erarbeitung kundenorientierter Lösungen aus einer Hand.

Wenn außer radiometrischen Parametern auch konventionelle Komponenten zu überwachen sind (z.B. Quecksilber in der Erdöl-/Erdgasindustrie, Deklarationsanalysen nach LAGA oder Deponieverordnung, Schwermetalle und andere Parameter), arbeiten wir eng mit Labors zusammen, die für diese Parameter entsprechend ISO 17025 akkreditiert sind.

IAF-Radioökologie hat eine Reihe von Standard-Messverfahren selbst entwickelt, weiterentwickelt und vervollkommnet, beispielsweise die direkte gammaspektrometrische Bestimmung von Ra-226 oder die gammaspektrometrische Bestimmung von Pb-210.

IAF hat die Anforderungen der ISO 11929 (Bestimmung der charakteristischen Grenzen wie Erkennungsgrenze, Nachweisgrenze und Grenzen des Vertrauensbereichs bei Kernstrahlungsmessungen) vollständig umgesetzt.

 

Low Level Alpha-Beta Counter zur Radioaktivitätsmessung
Low Level Alpha-Beta Counter zur Radioaktivitätsmessung

 

Beispiel: Warum und wie bestimmen wir biogenen Kohlenstoff (C-14)?

Biogener Kohlenstoff wird in der Regel als Anteil am Gesamtkohlenstoff bestimmt. Dies ist sowohl für Unternehmen wichtig, die am Emissionshandel teilnehmen und nachweisen müssen, welcher Anteil ihrer Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dies geschieht nach verschiedenen Normen. z.B. DIN EN ISO 21644 – ehemals DIN EN 15440 oder ASTM 6866. Alternativ kann auch der biogene Kohlenstoff-Anteil in der Abluft bestimmt werden (DIN EN ISO 13833), denn das Verhältnis zwischen "normalem" Kohlenstoff und C-14 im Brennstoff verändert sich bei der Verbrennung nicht. Auch Hersteller von als "nachhaltig" oder "biologisch hergestellt" beworbenen Produkten, z.B. Kleber, Farbe, Beschichtungen etc. benötigen einen Nachweis, dass der Kohlenstoff nicht aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Quellen stammt. Hierzu ist beispielsweise die Normen DIN EN 16640, EN 16785-1 einschlägig.

Die C-14-Methode setzt eine besonders sorgfältige Probenvorbereitung voraus und ist unbestechlich, da sie direkt die schwache Strahlung misst, die beim Zerfall von C-14 entsteht. Bei IAF verfügen wir über verschiedene Methoden d)er C-14-Bestimmung. Häufig überführen wir die Proben durch kontrollierte Oxidation in Kohlendioxid, das zunächst über einen Adsorber geleitet und dort konzentriert wird. Anschließend wird es desorbiert und der Anteil an C-14 mittels Flüssigszintillation hochpräzise gemessen. Daneben gibt es je nach Probenmatrix und Anforderungen weitere Verfahren, die wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch vorstellen.